Restauration Schlüter AS18 Teil 1 - Hintergrund und Historie

Auf den folgenden Seiten geht es um die Restauration eines Schlüter AS 18. Die Entscheidung zur Restauration habe ich aus dem Bauch heraus entschieden. So habe ich 2014 begonnen den doch sehr mitgenommenen Schlepper zu entkernen um dann schrittweise mit der technischen Aufarbeitung zu beginnen.

Ich möchte hier den Fortschritt der Restauration in einer kleinen Artikelserie niederschreiben und bin selber gespannt was dabei herauskommt. In nächster Zeit werde ich erst einmal den bisherigen Stand nach und nach in kleinen Artikeln aufführen (Siehe Hinweis am Ende des Artikels).

Im folgenden Bild kann man einen aktuellen Zwischenstand der Restauration erkennen. Links oben sieht man den Schlüter wie ich ihn von meinem Vater bekommen habe (mehr dazu weiter unten). In der Mitte und Rechts sieht man wie der Schlüter nach dem ersten Entkernen ausgesehen hat.

restauration schlüter as18

Schlüter AS18 - Eckdaten und Fakten

Schlüter, Typ: ASM 18, wassergekühlter Einzylinder-Viertakt-Dieselmotor mit Druckumlaufschmierung, Wirbelkammerverfahren mit schwenkbarer Kammer, hängende Ventile, untenliegende zahnradgetriebene Nockenwelle, 2-fach gelagerte Kurbelwelle und Bosch-Einspritzung.

Einige Eckdaten Schlüter AS 18

Produktionszeitraum: 05/1954–12/1956
Stückzahl: ca. 1600
Eigengewicht: 400–1450 kg
Nennleistung: 13,2 kW, 18 PS
Nenndrehzahl: 1500/min
Zylinderanzahl: 1
Hubraum: 1610 cm³ (Bohrung: 115 mm, Hub: 155 mm)
Kraftstoff: Diesel
Kühlsystem: Wasserkühlung
Antriebstyp: Hinterradantrieb
Getriebe: 5/1-Schaltgetriebe (Hurth)
Höchstgeschwindigkeit: vorwärts: 18 km/h (mit Schnellgang 29,9 km/h)

Weitere Informationen findet man im Traktorenlexikon.

Vorgeschichte und interessante Einblicke

Warum sah unser Schlüter so aus, wie er vor dem Beginn der Restauration aussah? Diese Frage versuche ich mal kurz zu klären.

Grundsätzlich wurde der Schlepper damals von meinem Vater angeschafft, um bei uns im eigenen Wald zum Einsatz zu kommen. Ziel war es den Schlepper so umzubauen, das er bei der Holzernte im eigenen Wald eingesetzt werden konnte. Wir hatten damals eine eigene kleine Sägerei und Tischlerei. Holzbalken wurden für das Errichten von Dachstühle bei Einfamilienhäuser gebraucht.

Der Schlepper wurde also gewaltig umgebaut. Es wurde eine Schlepperseilwinde der Firma Schlang & Reichart (Typ LW 2.5) für den Forstbetrieb gekauft und am Schlepper montiert. Über die Jahre wurden dann noch sehr eigenwillige Aufbauten von meinem Vater angebracht um im Wald alles direkt "zur Hand" zu haben (siehe Bilder).

In der alten Sägerei wurden am Ende viele Balken, Bohlen und Bretter gefertigt, die auch für den privaten gebrauch genutzt worden sind. Auch heute noch nutze ich den "alten Schuppen" um darin an meinem Schlüter zu schrauben.

Hier nun ein paar Bilder wie der kleine Schlepper damals zur Holzernte benutzt wurde und wie unsere Sägerei aussah.

Meine Artikelserie zum Thema Schlüter Restauration

Neuen Kommentar schreiben